Netzinformationssystem Elektrizitätswerk Obwalden - Aufbau und Migration

Das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) ist das führende Energiedienstleistungs-unternehmen im Kanton Obwalden.
Mit der Produktion und Verteilung von Elektrizität und Wärme aus erneuerbaren Energiequellen und der leistungsfähigen Versorgung mit Datennetzen fördert und unterstützt das EWO die Lebensqualität und die regionale Volkswirtschaft. Das Elektrizitätswerk Obwalden ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt im Besitz des Kantons Obwalden und seiner sieben Einwohnergemeinden.

 

Das Elektrizitätswerk Obwalden in Zahlen (Stand 2010):

 

  • 107 Mitarbeitende
  • Stromabsatz: 276 Mio. kWh/Jahr (85% aus erneuerbaren Energiequellen,  davon 50% Eigenproduktion)
  • Umsatz: 48 Mio. CHF
  • 420 Transformatorenstationen, 400 Verteilkabinen
  • 8850 Objektanschlüsse, 22400 Strombezüger
  • 1450 km Kabelleitungen des Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetzes, Beleuchtung, LWL
  • 11 km Rohrleitungen des Fernwärmenetzes

 

Anfang 2010 hat das Elektrizitätswerk Obwalden beschlossen, ihr Netzinformationssystem Adalin mit einer neuen GIS-Generation abzulösen. Nach der Evaluation verschiedener Systeme und Anbieter hat sich das EWO für das Produkt Geonis entschieden. Der Auftrag wurde an Trigonet AG vergeben, welche zusammen mit ihrer partnerschaftlichen Firma Geocloud AG den Aufbau und die Migration des EWO NIS durchführen durfte. Mitte letzten Jahres wurde das Migrationsprojekt mit einem schlanken Projektteam gestartet. Das Team setzte sich zusammen aus erfahrenen Spezialisten welche einerseits die bestehenden Daten und Strukturen gut kannten, und auch die nötigen Kenntnisse und Erfahrungen für das neue Zielsystem einbringen konnten.

 

Ein wesentliches Ziel bei der Migration war, die Überführung des Systems möglichst ohne Betriebsunterbruch bewerkstelligen zu können. Geocloud entwickelte hierfür spezielle Migrationswerkzeuge, welche erlauben, die eigentliche Migration mit einem sehr hohen Automatisierungsgrad und innert kürzestem Zeitraum abzuwickeln. So wird beispielsweise die Netztopologie (Geoschema) direkt auf der Schnittstelle erzeugt.

Bereits im September 2010 konnte eine erste Testmigration abgeschlossen werden. Nach einer viermonatigen Einführungs- und Testphase wurde im Februar 2011 die definitive Migration durchgeführt und das System ohne nennenswerten Betriebsunterbruch­ – und vor allem auch ohne aufwändige Nacherfassungen ­– nahtlos produktiv gesetzt. Für die Einführungs- und Testphase wurde absichtlich genügend Zeit einberäumt, um die Datenqualität eingehend zu prüfen und die neuen Prozesse gut zu festigen. Neues Personal ohne vorgängige GIS-Kenntnisse wurde ebenfalls in dieser Zeit eingearbeitet. Dies zeigt, dass auch unerfahrene Anwender schnell in Geonis zurechtkommen. Der Knowhow-Aufbau musste neben dem intensiven Tagesgeschäft des EWO und ohne Rückstau der Netzdokumentation Platz finden.

 

Für die breite EWO-interne Nutzung werden Geonis Abfragestationen und WebGIS-Applikationen eingesetzt. Die serverseitigen Komponenten werden von der Firma Trigonet betrieben und gehostet. Weitere Ausbauschritte wie beispielsweise die Integration von Umsystemen befinden sich in der Planung. Für berechtigte Dritte werden die tagesaktuellen Daten (Trassen) über die Datendrehscheibe GIS Obwalden via Geoshop und WebGIS zur Verfügung gestellt.

 

Dank kurzen Entscheidungswegen, hoher Flexibilität und ausgeprägtem Engagement der Projektbeteiligten konnte dieses Migrationsprojekt erfolgreich und innert kurzer Zeit realisiert werden.

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Trigonet AG

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